Allgemeine Hinweise für ein schnelles Windows 7

*** Vor jeder gravierenden Änderung am Computer sollte man vorher einen ***
*** Systemwiederherstellungspunkt erstellen, um darauf später zurückgreifen zu können! ***



Dieser Beitrag umfasst allgemeine Hinweise, wie man Windows 7 durchgehend schnell verwenden kann. Für diese Tipps sind keinerlei besondere Anwendungen oder Veränderungen im System direkt notwendig.

Nie verwendete Programme deinstallieren oder löschen

Um die Festplatte sauber zu halten und möglichst wenig Speicher zu blockieren, ist es sinnvoll, nie verwendete Programme zu deinstallieren. Auch Programme, die oft bei einem neuen Computer bereits vorher installiert sind (Extra-Spiele, Testversionen, etc) und die man nicht braucht, sollte man unbedingt löschen.

Warum sind oft viele Programme auf einem neuen Computer, die man gar nicht bestellt hat und auch gar nicht möchte?

Meistens besteht solche Software aus Testversionen und Versionen mit beschränktem Funktionsumfang von Softwareherstellern, die hoffen, dass man diese Programme nützlich findet und sich deshalb für ein Upgrade zu einer Vollversion entscheidet. Softwarehersteller bezahlen Geld dafür, dass PC-Hersteller diese Programme auf die neuen Computer installieren, und somit ist die Produktion der Computer für den Hersteller um einiges günstiger.

Möchte man diese Software nicht, behält diese jedoch auf dem Computer, deinstalliert sie also nicht, kann dies die Leistungsfähigkeit des Systems beeinträchtigen, da wertvoller Arbeits- und Festplattenspeicher, sowie Verarbeitungsleistung verbraucht werden.

Es ist also empfehlenswert, alle Programme zu deinstallieren, für die man persönlich keine Verwendung (mehr) hat, denn Dienstprogramme wie Virenscanner, Datenträgerbereinigungstools und Programme für die Sicherheit werden häufig beim Start automatisch geladen und ausgeführt und laufen dann unsichtbar im Hintergrund.

Eine Übersicht von allen installierten Programmen und Funktionen kann man wie folgt erlangen:

Zunächst muss man in die Systemsteuerung. Diese findet man, wenn man den “Start“-Button von Windows klickt. Im sich öffnenden Fenster sucht man “Systemsteuerung“. Als nächstes suchen wir den Link zu “Programme und Funktionen“.

Programme und Funktionen in der Systemsteuerung

Systemsteuerung - "Programme und Funktionen"

Beim Start ausgeführte Programme reduzieren

Viele Programme, wie beispielsweise Virenscanner oder Firewalls, sollen automatisch beim Start von Windows mitgestartet werden. Viele Softwarehersteller programmieren ihre Software darauf, dass diese im Hintergrund geöffnet werden, damit sie sofort geöffnet werden können, wenn man auf das entsprechende Icon klickt. Oft sind im Hintergrund laufende Programme auch sehr nützlich. Man sollte niemals ohne Antiviren-Software oder Firewall im Internet surfen, aber auch viele Programme benötigt man nur ab und zu und sollten somit nicht gleichzeitig beim Start von Windows mitgestartet werden. Letztere sind regelrechte “Arbeitsspeicherfresser” und verlangsamen den Start vom Betriebssystem.

Wo sieht man die automatisch mitstartenden Programme und wo kann man diese deaktivieren?

Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten. Möglichkeit Nummer eins:

Wir öffnen das Startmenü mit klicken auf den “Start“-Button von Windows und geben in der Suchleiste folgenden Befehl ein: msconfig

"msconfig" in die Suchfunktion eingeben

msconfig in der Suchfunktion

Wenn man nun den Link folgt, klickt man im sich öffnenden Menü auf den Reiter “Systemstart“.

Einstellung der automatischstartenden Programme

Automatischstartende Programme kontrollieren.

Jetzt kann man eine Übersicht aller automatisch startenden Programme sehen.

Möglichkeit Nummer zwei: AutoRuns (Link) ist ein Tool von Microsoft, mit dem man extern alle automatisch startenden Programme verwalten kann.

Vorsicht aber: Bitte niemals Programme deaktivieren, von denen man nicht weiß, was sie bewirken (zum Beispiel sind dies Programme, die zu Windows selbst gehören)! Nur Programme deaktivieren, die man kennt und bei denen man sich sicher sein kann, dass man diese bei einem Systemstart nicht unbedingt braucht.

Festplatte regelmäßig defragmentieren

Eine Fragmentiereung der Festplatte hat zusätzlichen Arbeitsaufwand zur Folge, der die Leistung des Computers negativ beeinflussen kann. Eine Defragmentierung bewirkt, dass fragmentierte Daten neu angeordnet werden, sodass eine effizientere Nutzung der Festplatte möglich gemacht wird. Außerdem kann man einstellen, ob die Defragmentierung nach einem Zeitplan durchgeführt werden soll oder ob man dies lieber manuell machen möchte. Übrigens: Eine Fragmentierung erfolgt meistens nach der Deinstallation von (größeren) Programmen.

Gleichzeitig mit der Defragmentierung sollte man auch regelmäßig seine Festplatte nach Fehlern durchsuchen lassen.

Dazu müssen wir zu der Übersicht aller Datenträger. Nach Drücken des “Start“-Buttons klickt man dazu auf “Computer“. Nun sollte man ungefähr diese Ansicht haben:

Übersicht von allen Datenträgern und Festplatten

Übersicht von allen Datenträgern und Festplatten

Weiter geht es mit einem Rechtsklick auf die Hauptfestplatte (dort wo Windows installiert ist). Natürlich kann man auch externe  oder partionierte Festplatten defragmentieren und überprüfen.

Nach dem Rechtsklick klickt man im Kontextmenü auf “Eigenschaften“. Anschließend sucht man im Reiter nach “Tools“. Nun kann man die Festplatte defragmentieren oder nach Fehlern überprüfen lassen. Dabei einfach immer den Instruktionen folgen. Ob sich eine Defragmentierung lohnt kann man oft auch schon vorher erkennen. Der Fragmentierungsgrad wird in der Defragmentierung nämlich angezeigt.

Übersicht des Fragmentierungsgrades

Übersicht des Fragmentierungsgrades

Weniger Programme gleichzeitig ausführen

Manchmal hat man mehrere Programme und Browserfenster gleichzeitig geöffnet und chattet nebenbei auch noch mit Freunden. Hierbei kann es dazu kommen, dass der Computer langsamer erscheint und er hängt. Noch ein kleiner Tipp: Auch mehrere geöffnete Email-Nachrichten verbrauchen Arbeitsspeicher.

Man sollte sich also hierbei denken: Braucht man wirklich alle Programme? Kann ich Browserfenster schließen und wie vermeide ich viele geöffnete Email-Nachrichten?

Außerdem sollte man sichergehen, dass man nur ein Antivirenprogramm ausführt, denn mehrere Antivirenprogramme kann den Computer verlangsamen. Dabei hilft bei Windows 7 aber auch das Wartungscenter, denn es wird automatisch eine Nachricht für den Benutzer erstellt, sowie eine mögliche Variante zur Problemlösung bereitgestellt.

Regelmäßig den Computer neustarten

Bei intensiver Nutzung des Computers sollte man mindestens einmal pro Woche neustarten. Bei einem Computerneustart wird der Arbeitsspeicher bereinigt und fehlerhafte Prozesse und Dienste, die gestartet wurden, werden heruntergefahren.

Jegliche auf dem Computer ausgeführte Software wird bei einem Neustart geschlossen. Dazu zählen nicht nur die Programme, die man beispielsweise in der Taskleiste erkennen kann, sondern auch viele Dienste, die vielleicht von verschiedenen Programmen gestartet und nicht beendet wurden. Ein Neustart hilft somit oft Leistungsprobleme zu beheben, wenn man den genauen Grund nicht bestimmen kann.

Es gilt also: Je mehr Fenster man geöffnet hat und je länger man intensiv am Computer arbeitet, desto sinnvoller ist ein Neustart, damit der verfügbare Arbeitsspeicher wieder bereinigt werden kann.

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